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Aus Faschiertem wird ein Steak

Geschummelt wird bei der Lebensmittelproduktion heute wo es nur geht. Kürzlich ließ sich die Diätologin und Ernährungsberaterin Angelika Kirchmaier über das Fleischkleben von einer deutschen Expertin informieren. „Sehr oft wird dabei aus billigen Zutaten ein optisch hochwertiges Produkt gemacht“, ist ihr Resümee daraus.

Der typische Toastschinken ist das älteste Klebeprodukt – Scheibe für Scheibe - alle sind sie gleich groß. Aber nicht nur Schinken wird geklebt. Vor allem in Krankenhäusern, in Kantinen und dergleichen, wo viele Mahlzeiten hergestellt werden müssen, sollten die Schnitzel gleich groß sein, und dazu verwendet man dann geklebtes Fleisch.


„Es gibt verschiedene Methoden um Fleisch miteinander zu verbinden. Eine davon ist die Benützung von Eiweiß“, erklärt Angelika Kirchmaier. Das Eiweiß ist grundsätzlich unbedenklich, allerdings gibt es auch keine Forschungen darüber. Vor einigen Jahren gab es ebenfalls ein Klebemittel das für unbedenklich erklärt und dann doch vom Markt genommen wurde, weil sich das Gegenteil herausgestellt hat.


Was an der Methode anzuprangern ist, das ist die Täuschung des Konsumenten, der im Normalfall nicht mehr unterscheiden kann, ob er ein naturgewachsenes Steak am Teller liegen hat oder ein aus Kleinteilen geklebtes Stück. Die tiefgekühlten Geflügel Cordon bleu sind ein Beispiel dafür – meist werden dabei Hühner- und Putenfleisch zusammen verbunden und dann noch mit billigen Zutaten wie Analogkäse und Klebeschinken gefüllt.
Die Methode des Lebensmittelklebens ist nicht kennzeichnungspflichtig. Die Industrie hat dadurch keine Verluste, keine Abfälle und dem Handel gefällt es offensichtlich, wenn alle Teile einheitlich aussehen. Wer also als Konsument Wert auf natürlich gewachsene Qualität hält, der sollte seine Lebensmittel beim Händler seines Vertrauens kaufen.

Näheres unter: www.angelika.kirchmaier.at


Angelika Kirchmaier klärt in vielen Vorträgen und ORF-Beiträgen über den Wert der natürlichen Ernährung mit regionalen Produkten auf.

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