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Schmauen – die neue Esskultur

Schlank und vital ohne Diät


Noch nie gab es so viele Kranke, Über- und Untergewichtige wie heute. Schon jeder Zweite stirbt an einem Schlaganfall und Herzinfarkt. Die wichtigsten Risikofaktoren dafür sind Übergewicht, hohe Blutvfette, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit. Diese Faktoren werden maßgeblich dadruch beeinflusst, was, wie viel und vor allem wie wir essen. Davon ist Jürgen Schilling überzeugt. Der Autor des Buches: „Kau dich gesund“

Die meisten Menschen in unserer satten Überflussgesellschaft sind eßgestört. Sie haben ständig Angst zuzunehmen. Und gerade die, die es nicht nötig haben, die Schlanken, leiden am meisten unter dieser Angst.
Aufgrund eigener gesundheitlicher Probleme ist Jürgen Schilling auf das Kau-Jogging gekommen. In seinem Buch erklärt er genau wie es geht und was es bewirkt.

Der Speichel
Unser Speichel ist – wenn wir ihn herausfordern und gewähren lassen – ein unversiegbarer Quell wahrer Lebenskraft. Die wunderwirkende, heilende Kraft des Speichels ist vermutlich die größte aller ungenutzten Kapitalreserven. Bei den meisten Menschen liegt sie brach. Nur durch das Ausschmecken unserer Nahrung entdecken wir diesen Lebensquell wieder.

Brot ist der Trainingspartner beim Erlernen des Schmauens. Dabei sollte Brot ohne Chemie verwendet werden. Dieses in dünne Scheiben schneiden und trocknen lassen. Mit der Kraft des Speichels, sofern es nicht zu früh verschluckt wird, wird dieses Brot aufgelöst und damit ideal vorverdaut.
Erst wenn der harte Bissen vollkommen aufgelöst ist, schluckt ein Kind den Bissen. Das ist die richtige Technik.
Geübt soll ohne jede Abwechslung werden. Ohne Radio, ohne Fernsehen, ohne Gespräche. Die eigenen Gedanken sind lebhaft genug. Für den Anfang gilt: Je härter, je fester und trockener das Brot ist, desto besser lässt sich damit trainieren.

Das Power-Spiel beginnt!
Nimm den ersten Bissen in den Bund, er sollte nicht zu groß sein. Ein kleiner Brocken reicht. Noch nicht drauf beißen! Mach jetzt gar nichts! Fühle nur! Speichel fließt. Bewege den Bissen mit der Zunge hin und her. Schließ ruhig die Augen dabei. Sei mit all Deinen Gedanken und Gefühlen ungeteilt im Mund. Beiß den Bissen noch nicht durch, beiß ihn höchstens sanft an! Dadurch fließt der Speichel noch stärker. Spiele mit ihn! Denk an ein kleines Kind, wie es eine Brotkante im Mund hat. Wie es den Bissen im Munde hin- und herschiebt und ihn mit den zahnlosen Kiefern bearbeitet.
Jetzt darfst du ihn auch mit den Zähnen bearbeiten, durchbeißen, richtig auseinander nehmen.
Nimm Dir fest vor, diesen Bissen völlig zu verflüssigen, bis er wie ein Stückchen Zucker im Speichel verschwunden ist. Setz Dir zum Ziel, dass Du dafür mindestens 40 bis 50 Kaubewegungen genießen möchtest. Und erhöhe Dein Kau-Ziel mit jedem neuen Bissen.

Zähle mit Begeisterung Deine Kaubewegungen mit!

Das Mitzählen ist dabei ganz wichtig. Dadurch wird man abgelenkt und man kommt dadurch in einen neuen Schluckrhythmus. Die Gefahr besteht, dass der Brocken schon viel zu früh in den Gaumen rutschen möchte. Es obliegt der Zunge den unreifen Brocken wieder in das Genusszentrum zu bringen. Doch genau diesen Reflex haben wir Menschen heute kaum noch. Daher schluckt jeder viel zu hastig.

Schlucke keinen Bissen mehr, bevor er nicht vollkommen verflüssigt ist. Wenn Du beim ersten Mal 30 oder 40 Kaubewegungen dafür benötigst, versuche beim nächsten Bissen Deinen eigenen Rekord zu schlagen.

Was ist Geschmack?
Keinesfalls ist das der wahre Geschmack, was uns die Industrie vorgaukelt. Geschmack darf erst durch Kauen entstehen. Das wichtigste Hilfsmittel dabei ist der Speichel. Wenn man ein Stück trockenes Brot genügend kaut und dem Speichel gestattet, sich mit den Nährstoffen des Brotes zu mischen, so wird der Geschmack um so besser, je mehr Speichel Einfluß auf die Lösung gewinnt. Durch dieses intensive Kauen stellt sich eine erhebliche Verbreiterung und Verfeinerung der Erlebnisfähigkeit für Geschmacksnuancen ein. Was zunächst wie ein Verzicht scheint, erweist sich als Bereicherung, zumal ja die herkömmlichen Liblingsgerichte nicht verboten sind. Sie treten nur allmählich zurück. Es ergibt sich ganz von selbst.

Das Schmauen
Das Wort Kauen umschreibt nicht annähernd das Lustgefühl, das im Mund abläuft, bis der Bissen aufgelöst, ausgeschmeckt und „fließend übergegangen“ ist. Nennen wir dieen Genussakt ab heute nicth einfach Kauen, nennen wir es Schmauen! (Eine Verschmelung von Schmecken und Kauen)

Flüssigkeiten kauen
Nicht nur feste Nahrung ist richtig zu kauen, sondern auch halbflüssige und ganzflüssige Nahrung ist so lange im Mund „Durchzuarbeiten“ bis sie durch den Schluckimpuls absorbiert wird. Weinverkoster sind in dieser Technik bestens drauf. Die Lust alle Dinge, die man in den Mund steckt bis auf’s letzte auszukosten, kommt ganz von selbst, je mehr man das Kauen trainiert.

Die Vorteile des Kauens
Der Speichel ist für die Aufschließung von Kohlehydraten das wichtig Verdauungsferment. Im Magen kann das Versäumte nie mehr so perfekt nachgeholt werden. Schließlich ist der Magen nicht dafür da, die Arbeit der Zähne und der Speicheldrüsen zu verrichten. Die Nährstoffe können beim hastigen Schlucken nicht zur schnellen Absorption und Ausnutzung herangezogen. Und Schlacken machen dick!
Die Leistungsminderung, die man nach einer Mahlzeit hat (und dann mit Kaffee oder Zigarette auffängt), ist nicht normal. Bei guter Nahrungsverwertung ist man nach dem Essen fit.


Die unzähligen Zwischenmahlzeiten fallen alle weg, weil der gefährliche Gewohnheitshunger sich in Windeseile verabschiedet.
„Die vielen Schein-Delikatessen könne Dich plötzlich nicht mehr reizen. Du empfindest beim Schmauen von einfacher Kost die allerhöchste Lust. Verfeinerte, denaturierte Kost wird zur Belästigung. Unsere Sinne werden durch das Kau-Jogging wieder sensibilisiert und gereinigt, und sie signalisieren uns kristallklar den einzig richtigen Weg zur Gesundheit“, erklärt Jürgen Schilling.

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